In unseren Tutorials zu automatischen Farmen haben wir bereits viele Designs vorgestellt, doch dabei fällt auf, dass einige Bauteile immer wieder vorkommen. Wer sich daher genauer mit Redstone befassen und eigene automatische Farmen entwerfen möchte, sollte die einzelnen Komponenten genau kennen. Immerhin ist es wichtig, diese Bauteile zu verstehen und bei Fehlern direkt ohne Hilfe eingreifen zu können. Zudem ist Redstone in Minecraft weniger komplex, als man denken mag. Wenn du eine Einführung benötigst, haben wir dazu auch einen Guide (Einführung in Redstone: Die Basics verstehen und anwenden) .
Minecraft Redstone: Trichter und Truhen für automatische Farmen

Trichter wurden mit dem Redstone-Update 1.5 hinzugefügt und sind ein essentielles Bauteil fast jeder Farm. Denn sie können Items automatisch einsammeln und an eine Kiste oder einen anderen Behälter weitergeben. Vorher blieben Items auf dem Boden liegen und der Spieler musste sie einsammeln, bevor sie verschwinden. Trichter haben vollautomatische Farmen erst möglich gemacht!
So gut wie jede Farm baut auf einem Trichter auf, der Items in eine Truhe weiterleitet. Manchmal sind auch mehrere Trichter nötig, die aufeinander zeigen und dadurch Items über weite Strecken transportieren können. Doch das kostet dich viel Eisen, weshalb es oftmals effektiver ist, Wasserkanäle zu nutzen und so die Items bis zum Trichter zu bringen.
Doch Trichter können noch so viel mehr, denn mit ihnen kann man auch automatische Sortiermaschinen bauen. Mehr dazu in unserem Beitrag (Minecraft Automatisches Lagersystem: Bauanleitung für effiziente Item-Sortierung) . Denn durch clevere Nutzung lassen sich bestimmte Items blockieren oder hindurchschleusen.
Als Alternative sind auch Trichterloren sehr beliebt, die automatisch im Kreis fahren und dadurch eine größere Fläche abdecken können. Ihr Vorteil ist, dass sie Items auch durch einen Block hindurchziehen können. Der normale Trichter kann das nur bei einem Slab. Die Lore kann dann über einem Trichter und einer Truhe stoppen und gesammelte Items einlagern, bis sie weiterfährt.
Observer in Minecraft: Block-Updates erkennen und Farmen automatisieren

Observer gibt es seit Update 1.11 im Spiel und sie haben den Einsatz von Redstone auf ein neues Niveau gebracht. Mit ihnen ist es möglich, automatisch ein Redstone-Signal abzugeben, ohne dass der Spieler direkt etwas tun muss. Das Gesicht des Observers beobachtet den Block vor sich und gibt einen Puls ab, sobald sich dieser in irgendeiner Art und Weise verändert.
Eine einfache Demonstration ist eine Zuckerrohrfarm. Es kann bis zu drei Blöcke hoch wachsen, wodurch es sich lohnt, Observer auf dieser Höhe anzubringen. Denn wenn das Zuckerrohr gewachsen ist, kann der Observer das erkennen und ein Signal an Pistons weitergeben, die eine Stufe darunter platziert sind und das Zuckerrohr ernten. Dasselbe Prinzip funktioniert auch bei Bambus oder bei Kürbissen und Melonen.
Praktisch ist der Observer auch, um eine Art automatische Uhr zu bauen. Denn wenn zwei Observer ineinander zeigen, geben sie regelmäßig ein Signal von sich. Einige Einschränkungen gibt es aber auch, denn der Observer erkennt keine Bewegung. Er bezieht sich wirklich nur auf eine Veränderung des Blocks vor sich, sei es das Wachsen eines Zuckerrohrs oder das Platzieren eines Blocks.
Dispenser in Minecraft: Items automatisch einsetzen

Die folgenden zwei Redstone-Maschinen sind recht ähnlich, alleine schon wegen ihres Aussehens. Schauen wir uns zuerst den Dispenser an, der durch seinen O-Mund zu erkennen ist. Hinzugefügt wurde er dem Spiel schon in der Beta-Version 1.2 – das wissen viele gar nicht! Der Dispenser kann bis zu 9 Slots mit Items enthalten und, wenn er ein Redstone-Signal erhält, kann er diese Items benutzen. Er spuckt sie also nicht direkt aus, sondern versucht, sie einzusetzen.
Das klappt natürlich nicht bei jedem Item oder Block, aber der Dispenser hat einige einzigartige Anwendungsmethoden:
- Rüstung wird automatisch angelegt
- Projektile, also Eier, Schneebälle und auch Pfeile, werden abgeschossen
- Knochenmehl wird bei Nutzpflanzen eingesetzt
- Eimer (mit Wasser oder Lava) werden entleert und können Flüssigkeit wieder aufnehmen
- Scheren werden benutzt und können so beispielsweise Schafe scheren (Minecraft Wollfarm Anleitung: Automatische Wolle in allen Farben einfach farmen)
- Feuerwerksraketen werden gezündet
- Entitäten, wie Boote, Loren oder Rüstungsständer, werden platziert
- Ausrüstung für verschiedene Tiere wird angelegt, beispielsweise Sättel, Truhen oder Rüstungen
Dropper in Minecraft: Items gezielt ausgeben und weiterleiten

Oft verwechselt wird der Dispenser mit dem Dropper, den du aber an seinem D-Gesicht erkennen und unterscheiden kannst. Er wurde im selben Update wie der Trichter hinzugefügt, also Version 1.5. Anders als der Dispenser benutzt er seine Items jedoch nicht, sobald er ein Signal erhält. Er wirft sie lediglich aus, was aber trotzdem spannende Optionen mit sich bringt.
Stell dir den Dropper als eine Art Verkaufsautomat vor. Er gibt dir Items, die in seinen Slots hinterlegt sind. Das kann beispielsweise praktisch für das Auffüllen deiner Nahrung im Inventar sein oder einiger anderer Items.
Noch viel spannender ist aber seine Funktion, Items an andere Container weiterzugeben. Das passiert – anders als beim Trichter – nicht automatisch, kann aber trotzdem praktisch sein. Dafür muss der Dropper ein Signal erhalten. Wenn du jedoch ein fortlaufendes Signal einbaust, kann der Dropper Items ähnlich wie ein Trichter weitergeben und in Truhen lagern.
Pistons in Minecraft: Blöcke bewegen und Ernten auslösen

Zuletzt schauen wir uns noch kurz die Pistons an, die Blöcke schieben und als Haftkolben wieder heranziehen können. Eingeführt wurde diese Funktion mit Beta 1.7. Die Anwendungsmöglichkeiten dafür sind praktisch endlos, weshalb Pistons gerne in automatischen Farmen genutzt werden.
Während einige Blöcke wie Obsidian oder Funktionsblöcke wie Öfen nicht bewegt werden können, ist der Piston ein sehr vielseitiger Redstone-Block. Neben dem Schieben und Ziehen von vollen Blöcken kann er durch cleveres Design auch Erntevorgänge auslösen. Damit lassen sich beispielsweise Nutzpflanzen ernten. Die fallengelassenen Items können dann mit Wasser oder Trichtern eingesammelt werden. Oft werden Pistons auch für Geheimtüren benutzt, da man diese so verstecken kann.
Fazit: Redstone-Komponenten verstehen und eigene Farmen bauen
Wenn du dich selbst an Redstone-Maschinen und automatischen Farmen probieren willst, dann ist eine grundlegende Kenntnis der einzelnen Komponenten wichtig. Die fünf hier vorgestellten Blöcke sind das Herz vieler dieser Farmen und helfen dir dabei, wichtige Items zu sammeln. Redstone ist gar nicht so schwer, wenn du die Funktionsweise einmal verstehst.
Noch mehr Spaß macht das Tüfteln mit Redstone natürlich zusammen, und dafür kannst du dir direkt bei uns deinen eigenen Server für Minecraft mieten! Lerne die Basics und bringe diese dann deinen Freunden bei, um große automatische Farmen in eurer Welt zu bauen.


